Wallfahrten in Oberbayern
Ob Jakobsweg, Gnadenkapelle in Altötting oder ein Besuch in der Heimat des Papstes - Oberbayern ist das Pilgern wert!
Ein gutes Stück des Jakobsweges führt von Oberbayern nach Santiago de Compostela, Grabstätte des heiligen Jakobs. In einer Zeit, die immer mehr von Stress und Hektik dominiert wird, findet das Pilgern Anklang in der Gesellschaft. Denn inmitten von Bergen , klaren Seen und satten grünen Wiesen, stellt sich umgehend ein Gefühl von Ruhe, Ausgeglichenheit und Zufriedenheit ein.
Schon seit mehreren Jahrhunderten gilt Altötting als geistliches Zentrum und Herz Bayerns. Anlässlich zweier Wunderheilungen im Jahr 1489 wurde es zudem zu einem der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte Europas. Seitdem pilgern noch immer jährlich mehr als 1 Million Gläubige zur Verehrung der schwarzen Madonna in die Gnadenkapelle nach Altötting . Die etwa 64 cm große, aus Lindenholz geschnitzte Madonnenfigur dient der Vergebung von Sünden, Heilung von Krankheiten und seelischem Beistand.
Das in der Region Inn-Salzach gelegene Altötting befindet sich nur unweit von Marktl am Inn , dem Geburtsort des Papst Benedikts XVI. Das Geburtshaus ist seit 2007 auch der Öffentlichkeit zugänglich sowie die Taufkirche St. Oswald und dem Taufbecken. Sehenswert ist auch die im Jahre 2006 errichtete Benediktsäule, die in Form einer 4.2 m hohen Schriftrolle ein Zeichen christlicher Frohbotschaft mit Hinweisen auf das Wirken und Lehren des Heiligen Benedikts von Nursia darstellt.
Der Ort Benediktbeuern blickt auch auf eine lange Pilger- und Wallfahrtstradition zurück. Er ist nach Montecassino und St.-Benoit-Sur-Loire der drittwichtigste Benedikt-Wallfahrtsort weltweit. Grund hierfür ist die hochgeschätzte Armreliquie des Heiligen, die Karl der Große dem Kloster kurz vor dem Jahr 800 geschenkt hat. Seit der Wahl Joseph Ratzingers zum Papst ist der Name Benedikt in aller Munde und Benediktbeuern trägt übrigens als einzige Gemeinde Deutschlands den Namen des Papstes. Er stattete dem Kloster 1981 einen Besuch ab. Die ab 1751 errichtete Anastasiakapelle, die als einzigartiges Rokokojuwel gilt, ist der Märtyrerin Anastasia gewidmet, die in der Christenverfolgung 305 unter Kaiser Diokletian um Leben kam und bei der vor allem Menschen mit Kopf- und Nervenleiden Hilfe suchen. Sie gilt auch als Schutzpatronin des Klosters und seines Umlandes. Zu erwähnen ist auch noch die barocke Leonhardisäule, die Abt Placidus Mayr als Wallfahrtsziel errichten ließ. Sie zählt zu den bedeutendsten Leonhardidenkmälern im bayerischen Oberland und gleicht in ihrem Aufbau der Münchner Mariensäule. Die traditionelle Leonhardifahrt in Benediktbeuern ist eine der bedeutendsten Wallfahrten zu Ehren des Heiligen Leonhard.
PAPST BENEDIKT UND FREISING
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