Brauchtum & Tradition im Winter

Spätwinterbräuche zum Mitfeiern

In Teisendorf im Berchtesgadener Land findet alljährlich eine Woche vor dem Faschingssonntag das Rupertigau-Preisschnalzen statt. Seit 1954 treffen sich alle Jugend- und Altersgruppen aus Bayern und Salzburg zum Wettkampf und lassen die Peitschen knallen. Angefangen hat die Tradition bereits um 1730. Über die Entstehung des Brauchs gibt es heute noch unterschiedliche Auffassungen: Durch den Lärm sollen der Winter oder böse Geister und die Kälte verbannt werden. Andere glauben wiederum, dass durch das Peitschenknallen die schlummernde Saat unter der Schneedecke zum Leben erweckt wird. Auch als Verständigungsmittel während der Pestzeit soll das Schnalzen gedient haben. In jedem Fall ist es noch heute für Oberbayern wie Touristen eine lokale Attraktion mit Tradition.

Das Aperschnalzen – so wird’s g’macht

Geschnalzt wird mit der sogenannten „Goaßl“: Das ist ein Holzstiel, an welchem ein Hanfseil befestigt wird. Dieses wird mit Pech eingelassen und nach außen verjüngt, sodass am Ende ein Bast befestigt werden kann, durch welches das Schnalzen entsteht. Dabei gibt es gewisse Regeln: Geschnalzt wird immer in kleinen Gruppen aus meist neun Mann, den sogenannten Passen. Der „Aufdreher“, der kleinste Mann in dieser Gruppe, leitet das Schnalzen mit einem Ruf ein: „Aufdrahd, oans, zwoa, drei, dahin geht’s.“ Durch schnelle Richtungsänderungen der Goaßl erfolgt dann ein Knall. Insgesamt neun bis elf Mal müssen die Männer das Geräusch ertönen lassen. Eine Jury, die den Auftritt nur hört, aber nicht sieht, entscheidet daraufhin, wer der beste Passe in diesem Jahr war.

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