Sudpfanne, Bad Reichenhall

Bier & Salzl

Bereits vor 4000 Jahren siedeten die Menschen in Bad Reichenhall die Sole, die damals noch aus überirdischen Quellen sprudelte, und gewannen so das „weiße Gold“. Bis heute werden täglich 700.000 Liter Sole aus dem Erdreich gepumpt. 15 Tonnen schwere Räder der Alten Saline schöpfen seit rund 160 Jahren die Alpensole aus der Tiefe. „Und zwar ohne Unterbrechung“, wie Brunnwart Alfons Brümmer bestätigt. Aus dem Großteil wird Bad Reichenhaller Markensalz, der Rest fließt direkt in Bäder- und Kureinrichtungen. Im benachbarten Berchtesgaden geht es mit der Grubenbahn in die Tiefe des Berges. Das Erlebnisbergwerk, das zu den beeindruckendsten seiner Art in ganz Europa gehört, bietet neben einer spannenden und erlebnisreichen SalzZeitReise auch ein Unter-Tage-Dinner in der Salzkathedrale an. Spätestens hier werden Sie auch mit dem Bier der Region Bekanntschaft machen. Bekanntlich macht Salz durstig – nach so viel davon ist die Vorfreude auf ein erfrischendes Bier umso größer.

Erst das Salz und dann das Bier

Übrigens ging es den Bewohnern der Region ähnlich: In Berchtesgaden und Bad Reichenhall gab es jede Menge Salz aber lange keine Brauerei. Erst im Jahr 1610 wurde eine Brauerei errichtet, die Fürstpropst Ferdinand 1645 erwarb und zum Hofbrauhaus ausbaute. Schließlich wollte er „seine Landeskinder“ mit einem „wohlfeilen Getränk“ versorgt wissen. Seit 1633 haben auch die Bewohner des benachbarten Bad Reichenalls ihre eigene Brauerei: Das Bürgerbräu ist die älteste und mittlerweile auch die einzige Brauerei im Herzen der Alpenstadt. Doch mit 14 Sorten prämierter Biere leistet die einzige Brauerei Bad Reichenhalls einen großen Beitrag für die bayerische Bierkultur. Ebenso das Hofbrauhaus Berchtesgaden, das heute von privater Hand geführt wird. Bei Brauereiführungen und Verkostungen erfahren Sie mehr über die Geschichte des Berchtesgadener Bieres und können sich von dessen Geschmack selbst überzeugen. Die beste Zeit zum Biertesten ist der 31.12. – zur Jahreswende findet nämlich das traditionelle Bierstacheln statt: Dabei wird das kalte Kellerbier mit einem glühenden Stachel erwärmt. Durch das kurze Erhitzen karamellisiert der Malzzucker, was dem Bier einen ganz besonderen Geschmack verleiht.

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