Brauchtum & Tradition

Paradeiserl Stecken – ein alter adventsbrauch

Bevor der Adventskranz vor 200 Jahren erfunden wurde, machte man in Bayern aus Zweigen und Äpfeln das pyramidenförmige „Paradeiserl“. In der Verwendung unterscheidet sich das Paradeiserl nur wenig vom Adventskranz, denn man stellt es als Weihnachtsdekoration auf den Tisch, um festliche Stimmung zu erzeugen. Sein Name erinnert an den Adam- und Eva-Tag, der man heute nur noch als Heiligabend kennt. Aber was Adam und Eva mit dem Paradies zu tun haben, das ist bekannt.

Wie man ein Paradeiserl steckt

Wer diesen altbaierischen Brauch aufleben lassen will, benötigt zunächst einiges an Zubehör. Gesammelt werden müssen hierfür je drei kurze und lange Stöcke, mehrere kleine Tannenzweige, vier Äpfel sowie vier kleine Quadrate aus Alufolie mit einer Größe von vier mal vier Zentimetern.

Weiterhin benötigt man eine Gartenschere, grünen Draht und ein Messer sowie vier Kerzen. In einem ersten Schritt müssen die Enden der Stöcke spitz zugeschnitten werden. Dabei muss man darauf achten, dass die kleinen und großen Stöcke jeweils die gleiche Länge haben. Um die Stöcke werden die Tannenzweige gebunden und mit etwas Draht fixiert.

Anschließend werden die Äpfel mit einem trockenen Tuch auf Hochglanz poliert und entkernt, damit passende Löcher für die Kerzen entstehen. Nun folgt noch die Vorbereitung der Kerzenständer. Dazu nimmt man die kleinen Quadrate aus Alufolie und wickelt diese um die unteren Enden der Kerzen, sodass die oberen Enden überstehen. Wenn diese nun in den Äpfeln stecken, fängt die Alufolie das Kerzenwachs auf.

Mit etwas Draht werden die einzelnen Teile zu einer Pyramide zusammengefügt. Die kurzen Stöcke bilden die Basis, die langen die Pyramidenspitze. Die Äpfel werden zum Schluss an den vier Spitzen der Pyramide eingesteckt. Wer ein Paradeiserl unter Anleitung stecken möchte, kann dies im Bauernhofmuseum Jexhof im Rahmen eines Workshops lernen.

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